Zugegebenermassen wollte ich auch kein Akt-Shooting nach dem Gebären. Der Bauch ist noch fast so gross wie zuvor, denn die Gebärmutter ist ja grösser als das Baby und nach der Geburt noch da. Die Gebärmutter braucht sechs bis acht Wochen bis sie ihre ursprüngliche Grösse etwa von einer Birne angenommen und sich wieder ins kleine Becken zurückgezogen hat.
Während ich mich hochschwanger wunderschön fand, hatte ich Mühe, mich mit dem grossen Bauch danach anzufreunden. Auch wenn die Gebärmutter sich zurückgebildet hat, bleibt er noch lange grösser als zuvor. Und weicher, denn die Ringmuskeln sind ja noch nicht zusammengewachsen. Die lösen sich während der Schwangerschaft, dass das Baby überhaupt Platz hat und wachsen nach der Geburt ganz langsam wieder zusammen. Details und wie du dies unterstützen kannst, erfährst du im Rückbildungskurs.
Aber es hilft doch, schon mal davon gehört zu haben, oder?
Sprich mit anderen Müttern darüber! Vielleicht seid ihr sogar so mutig und macht das erste Fotobuch "Mamabäuche nach der Geburt"?
Sprich mit deinem Partner darüber. Und liebe Männer, seid bitte achtsam mit euren Frauen und fragt sie nicht im Wochenbett schon, wann sie dann wieder ins Fitness gehen.
Und lässt euch bitte nicht von Promis blenden, die sich auf Insta zeigen, wie sie innerhalb von 3 Monaten ihren tollen Körper wiederbekommen haben. Hey, dein Körper hat 10 Monate gebraucht, um ein Kind auf die Welt zu bringen und daher darf er auch mindestens diese Zeit bekommen, um wieder zu regenerieren.
Bleib in Bewegung während der Schwangerschaft. Du musst wirklich nicht 20 Kilogramm zunehmen.
Iss nicht wahllos, sondern vielseitig, regelmässig und in kleinen Portionen. Achte auf viel Proteine. Du kannst gut jeden Tag ein Ei essen, Quark und Frischkäse. Es lohnt sich, eine Ernährungsberatung zu besuchen, nur schon eine Sitzung bringt so viel. Diese Leute sind einfach Profis und haben super Tipps, für die du so dankbar bist. Es hilft einfach, wenn man weiss, was man einkaufen soll und sich sicher ist, was gut ist. Auch wenn du keine Schwangerschafts-Diabetes hast, darfst du deine Gynäkologin fragen, ob sie dir eine Ernährungsberatung verschreibt. Du fühlst dich dann auch sicherer und musst dich nicht im Dschungel aller gut gemeinten Ratschläge zurechtfinden. Das Wichtigste: Spüre in deinen Körper hinein. Beginne spätestens jetzt, seine Zeichen wahrzunehmen. Grundsätzlich zeigt er dir, was du brauchst.
Solange du am stillen bist, solltest du bitte keine Diät machen, erstens brauchst du die Energie, um die Milch zu produzieren und zweitens würdest du deinem Kind jene Giftstoffe verfüttern, die dein Körper über Flüssigkeiten während einer Diät abbaut, weshalb man nicht nur von fasten, sondern auch entgiften spricht. Dies also bitte nicht auf Kosten der Gesundheit deines Babys machen. Und auf keinen Fall dies als Grund nehmen, nicht zu stillen. Nur schon deswegen, weil neben vielen anderen Vorteilen das Stillen wiederum auch die Rückbildung der Gebärmutter unterstützt.