Gerne zitiere ich an dieser Stelle Klaudia Kadau, GrĂŒnderin der Doula Plus Akademie in Berlin, da ich finde, dass sie alles Wesentliche dazu in passenden, schönen Worten ausdrĂŒckt:
Der Begriff «Doula» stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet wörtlich «Dienerin». Die amerikanische Anthropologin Dana Raphael griff diesen Begriff in den 1970er-Jahren bewusst auf â und gab ihm eine neue, menschliche Bedeutung. Sie hatte in vielen Kulturen beobachtet, dass Frauen, die wĂ€hrend der Geburt eine vertraute Begleiterin an ihrer Seite hatten, sicherer, ruhiger und gestĂ€rkter waren. FĂŒr diese Frau, die nicht medizinisch, sondern menschlich begleitet â die eine GebĂ€rende umsorgt, stĂ€rkt und trĂ€gt â suchte Raphael ein Wort.
Sie entschied sich fĂŒr «Doula», weil es das Wesen dieser Arbeit am besten beschreibt: eine Frau, die einer anderen Frau dient â nicht im Sinne von Unterordnung, sondern im Sinne von Zuwendung, MitgefĂŒhl und gelebter SolidaritĂ€t unter Frauen.
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Ăbrigens war Dana auch diejenige, die den Begriff «Matrescence» geprĂ€gt hat â das Mutter-Werden als natĂŒrlichen Entwicklungsprozess, Ă€hnlich wie die PubertĂ€t. In ihren anthropologischen Studien zeigte sie, wie tiefgreifend dieser Wandel auf körperlicher, hormoneller und emotionaler Ebene ist â und dass MĂŒtter in dieser sensiblen Zeit vor allem eines brauchen: UnterstĂŒtzung und Begleitung. Damit stellte sie die uralte Idee weiblicher UnterstĂŒtzung in einen modernen Zusammenhang:
Das, was Frauen seit Jahrtausenden fĂŒreinander tun â PrĂ€senz, FĂŒrsorge und emotionale StĂ€rke â bekam endlich einen Namen und wissenschaftliche Anerkennung.
Herzlichen Dank an dieser Stelle, Klaudia!